Sonntag, 9. November 2014
worum es geht: polit

die cdu als geschichtswerkstatt
wie rührend.


hier groß

den größten elchkritikern auf diesem erdenrund ist neulich aufgefallen, dass sie nach einem vierteljahrhundert in einem ostdeutschen bundesland die macht verlieren werden, unter anderem an die linkspartei. da wird dann schonmal die kommunistische apokalypse beschworen. klar, ist ja auch kein wunder bei all den stasi-spitzeln und... wait, what?
diese partei, deren jetzige erfolgreiche funktionsträgerInnen gerne auch schonmal politische karriere in der ddr gemacht hatten, erlaubt sich echt, das nach einem vierteljahrhundert mit schnappatmung vorzutragen?

ein gewisser generalsekretär ist der meinung, dass sei jetzt auch mal aufgearbeitet und fordert mit dem hinweis auf die existenz dieser von der KAS eher mäßig liebevoll zusammengeklöppelten liste die einseitige schlussstrichdebatte, also natürlich nur für die ost-cdu.
der forschungszeitraum der dort aufgeführten - wahrlich nicht umfangreichen - schriften (~100) mit zeitangaben beschränkt sich auffällig auf einen zeitraum von 1945 bis spätestens in die sechziger (~45-> cdu als stalinistisches opfer) und beginnt dann wieder 1989 (~15 -> wo es wieder was zu feiern gibt). ein großer teil des rests sind lexika, allgemeine nachschlagewerke, biographien(!) und überblicke ohne zeitangabe. mit dieser forschungslücke würde ich nicht so hausieren gehen. zumindest "aufgearbeitet" ist in diesem zusammenhang maßlos übertrieben.

und heute demonstrieren ja auch cdu, afd, npd und nazis so allgemein mal mit fackelmärschen gegen die neue thüringische r2g-landesregierung. sehr gelungene aktion, glückwunsch. vielleicht kann man ja noch gemeinsam ein paar scheiben einschmeißen.

"damit wir die Deutsche Geschichte weitergeben"
und jetzt instrumentalisiert die cdu die deutsche einheit auch noch für eine ...spendenkampagne?!? wie unsäglich peinlich.
schnell hände desinfizieren.

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