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Donnerstag, 7. April 2011
worum es geht: mobilität
traffic jam
vert, 02:38h

wo auch sonst?
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Montag, 14. März 2011
worum es geht: polit
ausstieg aus dem ausstieg vom ausstieg
vert, 20:37h
kaum ist man mal ein paar tage nicht da, ist man auch schon wieder sprachlos.
ich habe dieses wochenende auf einem podium verbracht und änderungs-, modifikations-, geschäftsordnungs- und initiativanträge geordnet. zu unseren aufgaben gehörte auch definitiv eine stellungnahme zu den vorkommnissen in japan.
dass gerade japan mit seinen atomerfahrungen vom ende des zweiten weltkrieges der ort für den nächsten gau ist, lässt göttliches wirken wirklich als miesen zynismus dastehen.
dass atomkraftwerke ohne strom nicht funktionieren ist ebenfalls von geradezu ironischer redundanz.
und das alles noch obenauf zu der eigentlich ausreichenden tsunami-katastrophe. das ist, als ob nach einem erdbeben auch noch die cholera ausbricht.
eigentlich egal, ob das jetzt nur eine ganz kleine kernschmelze ist oder ob man in zwei monaten herausfindet, dass die regierung ihre bevölkerung systematisch belogen hat um eine massenpanik zu verhindern. die wolke wird ihren weg nehmen und alles hübsch verteilen. das überschüssige meerwasser, das zur kühlung benutzt wird - wo genau landet das noch mal? die gesetze des "toxic in - toxic out" greifen auch beim gau.
eine meiner freund*innen schrieb ins netz, sie sei jetzt dreißig jahre alt und habe zwei atomkatastrophen erlebt - unter einer risikoarmen technologie stelle sie sich wirklich etwas anderes vor. eine andere veröffentlicht das bild eines vielleicht zweijährigen kindes, das mit ausgebreiteten armen ratlos guckt, während es mit einem geiger-müller-zähler untersucht wird - und doch eigentlich gefälligst draußen im wald zu sein hätte um dreck zu fressen.
ich bin ungern öffentlich betroffen, aber ich bin es gerade. bei diesen bildern, bei den reaktionen, bei dem ganzen ausmaß des apokalyptischen potentials der katastrophe. und ich habe dem wunsch des plenums gern entsprochen eine schweigeminute für die opfer dieses albtraums einzulegen, wenigstens etwas mitgefühl zu zeigen, bevor es weiterging mit den dazugehörigen initiativanträgen.
ich habe dieses wochenende auf einem podium verbracht und änderungs-, modifikations-, geschäftsordnungs- und initiativanträge geordnet. zu unseren aufgaben gehörte auch definitiv eine stellungnahme zu den vorkommnissen in japan.
dass gerade japan mit seinen atomerfahrungen vom ende des zweiten weltkrieges der ort für den nächsten gau ist, lässt göttliches wirken wirklich als miesen zynismus dastehen.
dass atomkraftwerke ohne strom nicht funktionieren ist ebenfalls von geradezu ironischer redundanz.
und das alles noch obenauf zu der eigentlich ausreichenden tsunami-katastrophe. das ist, als ob nach einem erdbeben auch noch die cholera ausbricht.
eigentlich egal, ob das jetzt nur eine ganz kleine kernschmelze ist oder ob man in zwei monaten herausfindet, dass die regierung ihre bevölkerung systematisch belogen hat um eine massenpanik zu verhindern. die wolke wird ihren weg nehmen und alles hübsch verteilen. das überschüssige meerwasser, das zur kühlung benutzt wird - wo genau landet das noch mal? die gesetze des "toxic in - toxic out" greifen auch beim gau.
eine meiner freund*innen schrieb ins netz, sie sei jetzt dreißig jahre alt und habe zwei atomkatastrophen erlebt - unter einer risikoarmen technologie stelle sie sich wirklich etwas anderes vor. eine andere veröffentlicht das bild eines vielleicht zweijährigen kindes, das mit ausgebreiteten armen ratlos guckt, während es mit einem geiger-müller-zähler untersucht wird - und doch eigentlich gefälligst draußen im wald zu sein hätte um dreck zu fressen.
ich bin ungern öffentlich betroffen, aber ich bin es gerade. bei diesen bildern, bei den reaktionen, bei dem ganzen ausmaß des apokalyptischen potentials der katastrophe. und ich habe dem wunsch des plenums gern entsprochen eine schweigeminute für die opfer dieses albtraums einzulegen, wenigstens etwas mitgefühl zu zeigen, bevor es weiterging mit den dazugehörigen initiativanträgen.
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Sonntag, 27. Februar 2011
worum es geht: machenundtun
O2-mailbox-einstellungen
vert, 13:50h
werte leserInnenschaft, die sich mit mir (hoffentlich nicht nur) den mobilfunkanbieter teilt,
hier eine kleine info, mit der man mir (und allen anderen menschen) eine große freude machen könnte: es geht darum, dass die doofe O2-mailbox nicht sofort nach dreieinhalbmal (10sek.) klingeln drangeht. die zeit reicht für den angerufenen seltenst um sich die hände abzutrocknen und grad mal in das andere zimmer zu gehen, dorthin, wo das telefon liegen geblieben war...
die anrufenden kriegen derweil die pimpanellen, weil sie dreimal anrufen müssen, damit die angerufenen überhaupt mal reagieren, außerdem sieht es immer nahc aufdringlichem telefonterror aus.
gut, einige haben diese umleitungsoption ("keine antwort") komplett abgestellt; hier gilt: diesen beitrag einfach ignorieren.
für alle anderen:
und wehe, ich rufe da demnächst an und es klingelt nur fünf sekunden durch!
hier eine kleine info, mit der man mir (und allen anderen menschen) eine große freude machen könnte: es geht darum, dass die doofe O2-mailbox nicht sofort nach dreieinhalbmal (10sek.) klingeln drangeht. die zeit reicht für den angerufenen seltenst um sich die hände abzutrocknen und grad mal in das andere zimmer zu gehen, dorthin, wo das telefon liegen geblieben war...
die anrufenden kriegen derweil die pimpanellen, weil sie dreimal anrufen müssen, damit die angerufenen überhaupt mal reagieren, außerdem sieht es immer nahc aufdringlichem telefonterror aus.
gut, einige haben diese umleitungsoption ("keine antwort") komplett abgestellt; hier gilt: diesen beitrag einfach ignorieren.
für alle anderen:
Wenn Sie das Zeitintervall verändern möchten:dieser beitrag wurde auf besonderen wunsch von kdw erstellt, der sich das nicht merken kann.
Die Werkeinstellung sieht vor, dass sich die Mailbox nach genau 10 Sekunden einschaltet. Weitere mögliche Intervalle sind: 5, 10, 15, 20, 25, 30 Sekunden.
Beispiel: Zeitintervall 25 Sekunden:
* * 6 1 * 3 3 3 * * 2 5 #
dann grünen knopf ['ANRUFEN'] drücken"
und wehe, ich rufe da demnächst an und es klingelt nur fünf sekunden durch!
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Montag, 21. Februar 2011
worum es geht: polit
tatort stadion
vert, 18:46h
manchmal gibt es wiedergänger.
eines mäßig schönen tages saß ich auf einladung von düsseldorferInnen in einem tagungshaus in bochum und traf dort einen zukünftigen dgb-jugendsekretär, der alsbald seinen verdienstvollen posten in meiner damaligen heimatstadt antreten wollte. nur - er wusste noch gar nicht, was er da tun sollte.
da erzählte ich ihm von der ausstellung, die ich justamente in mönchengladbach gesehen hatte: tatort stadion. wie wäre es denn, wenn man so etwas in der neuen stadt umsetzen würde. wenn ihm da die kontakte fehlten, da würd ich gerne mit ein paar telefonnummern und telefonaten aushelfen, daran solle es nicht scheitern.
ich rödelte so ein bisschen hier und rödelte so ein bisschen da, schaufelte hier mal zweitausend euro frei, und dort mal tausend und steckte der vorsitzenden von xy, die doch auch mit dem fanprojekt uswusf.
nach einer gewissen anlaufzeit begab es sich also, dass ich mich still freute: ein sinnvolles und provokantes projekt in einer erstligastadt, durchaus gegen den ausdrücklichen willen des düpierten vereines, der mit sowas "politischem" nix zu tun haben wollte.
auch für den neuen jugendsekretär freute es mich, er war etwas mehr in der neuen stadt angekommen und konnte etwas mit seinem vorzeigeprojekt glänzen. nur: je näher der monat der ausstellung kam, desto weniger hörte ich von ihm. und dann war irgendwann die ausstellungseröffnung und er muss irgendwie vergessen haben, mir eine einladung zu schicken. anders kann ich mir das gar nicht erklären.
naja. ich hatte sie ja schon gesehen.
und jetzt ist sie wieder unterwegs. wenn sie also irgendwo die ankündigung sehen: tatort stadion II - fußball und diskriminierung, dann schauen sie sich das mal an. jetzt mit großem bohei und unterstützung des dfb.
war halt früher nicht alles besser.
und es bleibt die erkenntnis, dass es vielfältige methoden gibt, sich mit fremden federn zu schmücken.
eines mäßig schönen tages saß ich auf einladung von düsseldorferInnen in einem tagungshaus in bochum und traf dort einen zukünftigen dgb-jugendsekretär, der alsbald seinen verdienstvollen posten in meiner damaligen heimatstadt antreten wollte. nur - er wusste noch gar nicht, was er da tun sollte.
da erzählte ich ihm von der ausstellung, die ich justamente in mönchengladbach gesehen hatte: tatort stadion. wie wäre es denn, wenn man so etwas in der neuen stadt umsetzen würde. wenn ihm da die kontakte fehlten, da würd ich gerne mit ein paar telefonnummern und telefonaten aushelfen, daran solle es nicht scheitern.
ich rödelte so ein bisschen hier und rödelte so ein bisschen da, schaufelte hier mal zweitausend euro frei, und dort mal tausend und steckte der vorsitzenden von xy, die doch auch mit dem fanprojekt uswusf.
nach einer gewissen anlaufzeit begab es sich also, dass ich mich still freute: ein sinnvolles und provokantes projekt in einer erstligastadt, durchaus gegen den ausdrücklichen willen des düpierten vereines, der mit sowas "politischem" nix zu tun haben wollte.
auch für den neuen jugendsekretär freute es mich, er war etwas mehr in der neuen stadt angekommen und konnte etwas mit seinem vorzeigeprojekt glänzen. nur: je näher der monat der ausstellung kam, desto weniger hörte ich von ihm. und dann war irgendwann die ausstellungseröffnung und er muss irgendwie vergessen haben, mir eine einladung zu schicken. anders kann ich mir das gar nicht erklären.
naja. ich hatte sie ja schon gesehen.
und jetzt ist sie wieder unterwegs. wenn sie also irgendwo die ankündigung sehen: tatort stadion II - fußball und diskriminierung, dann schauen sie sich das mal an. jetzt mit großem bohei und unterstützung des dfb.
war halt früher nicht alles besser.
und es bleibt die erkenntnis, dass es vielfältige methoden gibt, sich mit fremden federn zu schmücken.
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Samstag, 12. Februar 2011
worum es geht: interrogation
normal./.bekloppt
vert, 17:47h
verrückte sache, dieses "unterhalten". da stellt man dann fest, dass andere leute ihr geld auch nur mit bekloppten sachen verdienen. oder mit bekloppten. oder zumindest in der dauerhaften gegenwart von bekloppten oder von bekloppten nachhaltig beeinflusster arbeitsatmosphäre.
mein problem daran ist, dass ich mir manchmal ziemlich alleine vorkomme. denn der rest der menschheit, besonders der bekloppte rest, ist oftmals von der unfehlbarkeit seiner vernunft geradezu durchdrungen.
wenn ihnen also folgendes keinen zweifel abringt, betrachten sie sich bitte als vollends optimiert für das neue jahrzehnt:
- denken sie, dass es kongresse geben sollte, die "pediatrie zum anfassen" heißen? wer denkt sich so etwas aus? achja. die selben menschen, die für "alarm im darm" verantwortlich sind. darf ich mal anfassen? ich hab da noch eine faust frei.
- glauben sie dass es klug ist, wenn eine kleine gemeinde den schulneubau einer integrierten gesamtschule im rahmen einer public private partnership in die hand eines investors gibt und diesem ein vierteljahrhundert feste einnahmen garantiert? ... naja. kann man machen.
ist es aber immer noch klug, wenn dieser investor alleine entscheiden kann, wer die schulmensa betreibt, sich selbstredend für den meistbietenden entscheidet und dieser dann sein geld nur wieder reinbekommt, wenn das essen konsequent aus dreck ohne nährwert besteht? könnte man da nicht den eindruck gewinnen, dass gerade lernbehinderte kinder ihre vielen großteils sozialisierten defizite abermals besonders perfide von genau der organisiation, die ihnen doch helfen soll, zu schlucken kriegen? zwangsinkorporiertes gesellschaftliches versagen, zum kotzen.
- finden sie es ausschließlich lustig, wenn die geschäftsführung eines überregionalen biounternehmens gerade den zweiten zuffenhausener pkw in folge bestellt? wenn sie ein kleiner ladner wären und hörten dies - würden sie da weiterhin fröhlich bestellen, ohne, dass ihnen der cutter in der tasche aufginge?
zum glück gibt es in der szene großes menschliches verständnis, schließlich fahren die brangschenkollegen alle s8 und dergleichen, wer wird denn da so...
- wundern sie sich auch darüber, dass nichtraucherInnenschutz am arbeitsplatz in der zigarettenindustrie wenig gilt? naja. eigentlich nicht, oder?
aber wenn der nichtraucherbereich der kantine eines internationalen tabakkonzerns durch ein paar grünpflanzen abgetrennt ist, wundern sie sich schon? vor allen dingen, wenn man weiß, dass einmal im jahr (nämlich vor dem besuch des oberhoschi aus der hauptzentrale), das ganze gebäude geweißt wird, weil sogar die treppenhäuser vergilbt sind?
wenn sie wissen wollen, was eine verbohrte parallelgesellschaft ist, gehen sie mal dort essen.
- und wahrscheinlich staune auch nur ich über das ergebnis, wenn menschen aus den branchen windenergie, bioprodukte, carsharing und tabakindustrie zusammensitzen und die rahmenbedingungen ihrer jeweiligen wirtschaftszweige für ein akzeptables arbeitnehmerInnnendasein abklopfen.
als da wären: vernünftige bezahlung, geregelte arbeitszeiten, menschenwürdige arbeitsbedingungen, entsprechende entschädigungen für eigene aufwendungen, adäquates feedback- und motivationswesen, klare entscheidungsstrukturen mit klaren verantwortlichkeiten. (uswusf.)
...
wenn die wände mancherorts nicht immer so gelb wären, könnte man glatt ins nachdenken kommen.
mein problem daran ist, dass ich mir manchmal ziemlich alleine vorkomme. denn der rest der menschheit, besonders der bekloppte rest, ist oftmals von der unfehlbarkeit seiner vernunft geradezu durchdrungen.
wenn ihnen also folgendes keinen zweifel abringt, betrachten sie sich bitte als vollends optimiert für das neue jahrzehnt:
- denken sie, dass es kongresse geben sollte, die "pediatrie zum anfassen" heißen? wer denkt sich so etwas aus? achja. die selben menschen, die für "alarm im darm" verantwortlich sind. darf ich mal anfassen? ich hab da noch eine faust frei.
- glauben sie dass es klug ist, wenn eine kleine gemeinde den schulneubau einer integrierten gesamtschule im rahmen einer public private partnership in die hand eines investors gibt und diesem ein vierteljahrhundert feste einnahmen garantiert? ... naja. kann man machen.
ist es aber immer noch klug, wenn dieser investor alleine entscheiden kann, wer die schulmensa betreibt, sich selbstredend für den meistbietenden entscheidet und dieser dann sein geld nur wieder reinbekommt, wenn das essen konsequent aus dreck ohne nährwert besteht? könnte man da nicht den eindruck gewinnen, dass gerade lernbehinderte kinder ihre vielen großteils sozialisierten defizite abermals besonders perfide von genau der organisiation, die ihnen doch helfen soll, zu schlucken kriegen? zwangsinkorporiertes gesellschaftliches versagen, zum kotzen.
- finden sie es ausschließlich lustig, wenn die geschäftsführung eines überregionalen biounternehmens gerade den zweiten zuffenhausener pkw in folge bestellt? wenn sie ein kleiner ladner wären und hörten dies - würden sie da weiterhin fröhlich bestellen, ohne, dass ihnen der cutter in der tasche aufginge?
zum glück gibt es in der szene großes menschliches verständnis, schließlich fahren die brangschenkollegen alle s8 und dergleichen, wer wird denn da so...
- wundern sie sich auch darüber, dass nichtraucherInnenschutz am arbeitsplatz in der zigarettenindustrie wenig gilt? naja. eigentlich nicht, oder?
aber wenn der nichtraucherbereich der kantine eines internationalen tabakkonzerns durch ein paar grünpflanzen abgetrennt ist, wundern sie sich schon? vor allen dingen, wenn man weiß, dass einmal im jahr (nämlich vor dem besuch des oberhoschi aus der hauptzentrale), das ganze gebäude geweißt wird, weil sogar die treppenhäuser vergilbt sind?
wenn sie wissen wollen, was eine verbohrte parallelgesellschaft ist, gehen sie mal dort essen.
- und wahrscheinlich staune auch nur ich über das ergebnis, wenn menschen aus den branchen windenergie, bioprodukte, carsharing und tabakindustrie zusammensitzen und die rahmenbedingungen ihrer jeweiligen wirtschaftszweige für ein akzeptables arbeitnehmerInnnendasein abklopfen.
als da wären: vernünftige bezahlung, geregelte arbeitszeiten, menschenwürdige arbeitsbedingungen, entsprechende entschädigungen für eigene aufwendungen, adäquates feedback- und motivationswesen, klare entscheidungsstrukturen mit klaren verantwortlichkeiten. (uswusf.)
...
wenn die wände mancherorts nicht immer so gelb wären, könnte man glatt ins nachdenken kommen.
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