Mittwoch, 1. Juli 2009
worum es geht: polit

rinks und lechts
da sitze ich nun beim bier, mit einem fdp- und einem cdu-mitglied (nicht fragen, wie das passieren konnte...).
beide etwa mitte zwanzig, man spricht so über die verortung der presselandschaft.

für gewöhnlich erhebt sich in diesem zusammenhang ein großes wehklagen über den angeblich "linken mainstream" in den medien uswusf.
daher höre ich erstmal gar nicht hin.

stutzig werde ich, als der cdu-mensch die süddeutsche als "eher konservativ" einordnet.
ansonsten einigt man sich auf broder, den läse man immer gerne, auch sonst so die sachen aus seinem umfeld.
mein einwurf, grade dort säßen mit maxeiner und miersch die schlimmsten journalistischen mietmäuler, die mir in letzter zeit untergekommen seien, trägt mir einen vortrag über den humbug biologischer landwirtschaft ein. die haben den scheiß wirklich gelesen und ich muss das ganze argumentarium auspacken, damit wieder ruhe ist im karton.

außerdem, karte ich allerdings nach, empfände ich broders inhaltsleere polemik und seine antideutsche onanie nur noch als abstoßend.
oha, da habe ich aber was losgestoßen: was ich denn so läse, die junge welt wahrscheinlich! ob ich etwa ein nationalbolschewist sei?!?
mir fällt nebenbei auf, dass ich kaum noch zeitungen lese und jeder meinungsführerschaft zutiefst abhold bin. etwas lahm verweise ich auf gelegentliche lektüre der jungle world, geht ja schließlich grade um politik.
aha, nimmt man dies zur kenntnis, die fände man gelegentlich auch interessant, besonders den bozic fände man toll.

das ist mir zu hoch: da sitzt die bürgerliche jugend breitärschig im (offenbar ehemals) linksradikalen koordinatensystem - wer konnte damit rechnen?

nun ja, um den fortbestand der antideutschen ideologie muss man sich für's erste wohl keine sorgen machen.

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Samstag, 27. Juni 2009
worum es geht: mobilität

auto/psi: fiat GRANDE punto
[testdrive]

mammamia! was für ein hübsches großes kleines auto.
granatensportlich mit maseratimaul.
danke, herr giugiaro, sehr gelungen.

alles etwas größer, geräumiger als bei so einigen anderen kleinwagen. na gut, er ist ja auch über vier meter lang, da kann man schon mal etwas mehr platz erwarten. grande punto eben.



designdesign ohne ende und manchmal hat sich die eben diese abteilung ohne rücksicht auf verluste durchgesetzt...

eine GRIFFMULDE in der ladekante? wie sieht das denn aus?
ach, einen öffnungsmechanismus wollt ihr auch? ihr narren! da machen wir einen knopf irgendwo mittig vorne ins cockpit, das wird ja wohl reichen!
da kommt man scheiße dran und das ist teuer? uns doch egal, wir sind nur für außen zuständig. dann verzichtet doch auf die kofferraumbeleuchtung!
"kofferraumgriffmulde", also wirklich! sind wir bei mazda? tss.




und sonst?
liegt fantastisch auf der straße und man ahnt, dass diese straßenlage für mehr reicht als für die recht basalen aber für alle alltagssituationen inklusive sprinteinlagen völlig ausreichenden 1,4l hubraum.
der verbrauch ist leider auch von maserati, die 45 liter schluckt er schneller weg als man gucken kann; gut, kann auch etwas an mir liegen, die 180 macht er ohne klagen auch über lange strecken

die kleinigkeiten wie der ausgefallene lenkradsatellit fürs radio oder irgendwelche gummileisten am dach, die sich schon nach 15.000 km lösen, das kann doch mal passieren, wer wird denn da so.

ich bin ein fan, so ein bisschen.


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dies ist ein update von a4
aus der noch jungen reihe auto/psi

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Donnerstag, 25. Juni 2009
worum es geht: kommunikation

durch/zug: klare ansage
kchrrk.

ehe ich ihnen hier irgendwelchen blödsinn erzähle:
sie sitzen in einem zug, der fährt nach kiel.
er hält an jeder mülltonne außer in pansdorf.
die erste steht in bad schwartau.

kchrrk.


zur kieler woche ticken die uhren wohl anders.
allerdings kann man vermuten, dass es früher (TM) mal milchkannen und keine mülltonnen waren . . . times they are a-changin'.



thx2zm, mal wieder!
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dies ist ein update von ein urinöses geschäft
und
ein beitrag aus der serie durch/zug


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Montag, 22. Juni 2009
worum es geht: kommunikation

ponys für alle

fundstück friedrichshain

bestimmt eine initiative der isländischen wirtschaft.
nach dem großen katzenjammer versuchen sie jetzt ihre nachwachsenden rohstoffe zu exportieren.

denn wenn es von einem dort genug gibt, dann ja wohl förde.


ponycontent, ach.

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Freitag, 19. Juni 2009
worum es geht: mobilität

einstellungssache
stellen sie sich vor: im badezimmer leckt das rohr auf rätselhafte weise, man wird der pfützen nicht mehr selbst herr, man ruft: den fachmann.

der eilt herbei, besieht sich das elend und verkündet dann genau eben nicht: "es ist das schnüffelstück!" (wie es sein sollte! man atmet auf: ach, nur das schnüffelstück! na dann...), sondern kratzt sich am kopf und sagt
"ja, und was soll ich da jetzt machen?"

wie lange dauert es dann bei ihnen, bis der typ das haus von außen sieht und sie die gelben seiten in der hand haben?

-------8<-----schnipp!---------------

wenn man ein taxi fährt, sollte man meinen, kennt man sich ein bisschen aus in der umgebung.
sollte dies nicht der fall sein, kauft man sich unterstützend ein navi.
oder wartetet NICHT VOR DEM BAHNHOF, in sagenwirmal kamen, auf kundschaft.

denn: die wahrscheinlichkeit, dass da leute aus dem zug fallen, die zwar eine adresse haben, aber keine ahnung wo das ist, ist dann doch relativ hoch.

während ich also nach der adresse krame - den stadtteil hatte ich schon genannt - geht es auch schon los. irgendwann ist der fahrer dann doch auch mal fertig mit privat-telefonieren ohne freisprecheinrichtung und weist mich darauf hin, dass ich die straße ja wohl hoffentlich kennte.
etwas ungnädig entgegne ich, dass er der taxifahrer sei und eben nicht ich.

sogleich ist man verschnupft.
weil der nachprüfbar 7,5km entfernte ort schließlich ein stadtteil der deutlich größeren nachbarstadt dortmund sei, müsse er das nicht kennen. und meine einstellung sei ja wohl ziemlich daneben.
mein hinweis, dass der zielort deutlich mehr in seinem einzugsbereich liegt als in der innenstadtnähe dortmunds, verpufft in einer anklagenden suada ob seines harten loses mit solchen fahrgästen geschlagen zu sein. die ganze schicht habe er noch vor sich und gleich bei der ersten fahrt leute mit einer solchen einstellung usw.
die litanei nimmt kein ende (bis auf das eine mal, wo er wieder privat ohne headset telefonieren muss).

mir schwillt sichtbar der hals, die begleitung auf der rückbank wird langsam nervös. die weiß nämlich, dass ich ein friedliebender mensch bin und jedeR, wirklich jedeR, bei mir seine oder ihre fünf minuten bekommt. die sind aber nun mal jetzt um.

vielleicht, denke ich mir, hätte er dann kein taxifahrer werden sollen. und schon gar nicht im ruhrgebiet.

und sage: das bringe uns jetzt nicht weiter und ganz vielleicht passe mir seine einstellung auch nicht.

schweigen, suchen, ankunft.

-------8<-----schnapp!---------------

ok, vielleicht war ich etwas ungnädig, aber mal ehrlich: wenn man einen gaswasserscheiße-installateur zur hilfe ruft und der fragt einen als erstes wie herum man denn eigentlich den wasserkran öffnet, da dürfte ein klares wort doch wohl angebracht sein.

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