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Freitag, 16. Januar 2009
worum es geht: getier
uns ist ganz kannibalisch wohl...
vert, 00:34h
manche freien tage vertrödelt man, obwohl man sich doch vorgenommen hatte, etwas zur zerstreuung zu unternehmen.
nein, nicht shopping.
der große plan war neben grundnahrungsbeschaffung ein winterlicher spaziergang, ohne rodel zwar, wie andernorts üblich, trotzdem ein wenig den hang hinauf.

wenn man allerdings etwas später loskommt, ist man überraschenderweise auch später da.

allerdings liegt die vermutung nahe, dass der rückweg - ohne schlitten zumal - genauso lange dauert wie der hinweg.
so hat das hübsche panorama sicher seinen reiz, jedoch gibt es deutliche anzeichen dafür, wann man doch mal den rückweg antreten sollte.
zum beispiel wenn die sonne nicht nur unter-, sondern der mond gleichzeitig auf der anderen seite aufgeht...
schließlich gibt es neben klopfer und bambi wilde tiere im wald, denen man nur ungern im dunkeln begegnen möchte. eigentlich schon im hellen nicht unbedingt.
wildschweine zum beispiel. so ein keiler ist ein finsterer gesell und die menschliche begegnung mit einer mutterherde mit frischlingen führt bei den zuständigen bachen gerne mal zu ausgesprochen schlechter laune.
zum glück ist nicht die zeit für frischlinge, zumindest nicht für sehr frische frischlinge.

da stehe ich dann also auf dem stapel abgesägter bäume und sehe sie ziehen, diese rotte von fünf bachen mit den etwa zehn jungtieren, deren erstes winterfell noch nicht ganz durchgefärbt ist.

kaltblütig wie ich bin, habe ich natürlich gar keine angst!
auch nicht der kleine freund, der sich sehr für meine mobilfonkamera interessiert (schon gar nicht seine mutter, die sich erfreulicherweise kein bisschen dafür interessiert, was der schlawiner da macht...
nach einer halben stunde verschwinden sie nach getaner wühlarbeit quiekend und grunzend, aber ausgesprochen friedlich im mittlerweile doch recht überzeugenden schwarz der nacht.
zum glück können sie nicht klettern, schwein gehabt.
jetzt schnell noch einkaufen.
wurst vielleicht
etwas käse und so.
...wer braucht schon berlin?
nein, nicht shopping.
der große plan war neben grundnahrungsbeschaffung ein winterlicher spaziergang, ohne rodel zwar, wie andernorts üblich, trotzdem ein wenig den hang hinauf.

wenn man allerdings etwas später loskommt, ist man überraschenderweise auch später da.

allerdings liegt die vermutung nahe, dass der rückweg - ohne schlitten zumal - genauso lange dauert wie der hinweg.
so hat das hübsche panorama sicher seinen reiz, jedoch gibt es deutliche anzeichen dafür, wann man doch mal den rückweg antreten sollte.zum beispiel wenn die sonne nicht nur unter-, sondern der mond gleichzeitig auf der anderen seite aufgeht...
schließlich gibt es neben klopfer und bambi wilde tiere im wald, denen man nur ungern im dunkeln begegnen möchte. eigentlich schon im hellen nicht unbedingt.
wildschweine zum beispiel. so ein keiler ist ein finsterer gesell und die menschliche begegnung mit einer mutterherde mit frischlingen führt bei den zuständigen bachen gerne mal zu ausgesprochen schlechter laune.
zum glück ist nicht die zeit für frischlinge, zumindest nicht für sehr frische frischlinge.
...als wie mit fünfzehn säuen!
was soll ich sagen:
da stehe ich dann also auf dem stapel abgesägter bäume und sehe sie ziehen, diese rotte von fünf bachen mit den etwa zehn jungtieren, deren erstes winterfell noch nicht ganz durchgefärbt ist.

kaltblütig wie ich bin, habe ich natürlich gar keine angst!
auch nicht der kleine freund, der sich sehr für meine mobilfonkamera interessiert (schon gar nicht seine mutter, die sich erfreulicherweise kein bisschen dafür interessiert, was der schlawiner da macht...
nach einer halben stunde verschwinden sie nach getaner wühlarbeit quiekend und grunzend, aber ausgesprochen friedlich im mittlerweile doch recht überzeugenden schwarz der nacht.zum glück können sie nicht klettern, schwein gehabt.
jetzt schnell noch einkaufen.
etwas käse und so.
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Sonntag, 11. Januar 2009
worum es geht: kommunikation
the last hotsync
vert, 01:33h
das war's mein freund:acht neun! jahre waren wir jeden tag zusammen.
ich habe jederzeit dein loblied gesungen und so einige menschen angefixt und du hast dir dafür tausende meiner telefonnummern gemerkt. mein leben wäre noch chaotischer gewesen ohne dich.
nett miteinander gespielt haben wir auch. mit "fire brigade" warst du der star auf so einigen kongressen, manchmal musste man sehen, dass man dich überhaupt wieder bekam...

du hast dich nicht klauen lassen (in einem evangelischen gemeindezentrum! in münster!) wie dein kollege, der palm III und du hast dich auch nicht in budapest auf die straße geworfen und danach dein leben ausgehaucht wie dein vorgänger, der palm IIIx.
für mich jederzeit elegant in deinem gehäuse aus eloxiertem aluminum, bist du trotzdem irgendwann unmodern geworden. niemand wollte mehr sex mit dir haben. alle anderen gadgetliebhaber hatten mittlerweile neuere spielzeuge, bei denen infrarot nicht mehr state of the art war. (seien wir ehrlich: du warst auch schon mal ausdauernder-.... dein akku, du verstehst.)
aber du hast windows pocket-pc, windows ce überstanden und auch windows mobile konnte mich nicht locken. was will man mit dem ganzen chichi, wenn man doch nur daten verwalten will. dann reichen 8mb. (die 1200dm würde ich wohl eh nicht mehr erlösen können...)
mach's gut, palm Vx, war schön mit dir, goodbye.
(keine sorge, ich bleibe retro: hello m500!)
ich habe jederzeit dein loblied gesungen und so einige menschen angefixt und du hast dir dafür tausende meiner telefonnummern gemerkt. mein leben wäre noch chaotischer gewesen ohne dich.
nett miteinander gespielt haben wir auch. mit "fire brigade" warst du der star auf so einigen kongressen, manchmal musste man sehen, dass man dich überhaupt wieder bekam...

du hast dich nicht klauen lassen (in einem evangelischen gemeindezentrum! in münster!) wie dein kollege, der palm III und du hast dich auch nicht in budapest auf die straße geworfen und danach dein leben ausgehaucht wie dein vorgänger, der palm IIIx.
für mich jederzeit elegant in deinem gehäuse aus eloxiertem aluminum, bist du trotzdem irgendwann unmodern geworden. niemand wollte mehr sex mit dir haben. alle anderen gadgetliebhaber hatten mittlerweile neuere spielzeuge, bei denen infrarot nicht mehr state of the art war. (seien wir ehrlich: du warst auch schon mal ausdauernder-.... dein akku, du verstehst.)
aber du hast windows pocket-pc, windows ce überstanden und auch windows mobile konnte mich nicht locken. was will man mit dem ganzen chichi, wenn man doch nur daten verwalten will. dann reichen 8mb. (die 1200dm würde ich wohl eh nicht mehr erlösen können...)
mach's gut, palm Vx, war schön mit dir, goodbye.
(keine sorge, ich bleibe retro: hello m500!)
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Freitag, 9. Januar 2009
worum es geht: konsum
fleisch vielleicht
vert, 02:42h
man müsste mal ...aufschreiben, was man weiß.
leute, denen man vertraut und die einem vertrauen, fragen was sie wissen und einem erzählen möchten.
zum beispiel über nahrungsmittel.
wie die so hergestellt werden.
warum die so billig sind und trotzdem die welt kosten.
- nabend kind.
- hallo papa! du siehst müde aus.
- heute war adli da.
- ...
- die wollen ne fleischwurst für zweimarkneundreißig.
- ...?
- was soll ich denn da reintun? FLEISCH VIELLEICHT?
ein beitrag zum thema wurst-case-scenario
leute, denen man vertraut und die einem vertrauen, fragen was sie wissen und einem erzählen möchten.
zum beispiel über nahrungsmittel.
wie die so hergestellt werden.
warum die so billig sind und trotzdem die welt kosten.
- nabend kind.
- hallo papa! du siehst müde aus.
- heute war adli da.
- ...
- die wollen ne fleischwurst für zweimarkneundreißig.
- ...?
- was soll ich denn da reintun? FLEISCH VIELLEICHT?
ein beitrag zum thema wurst-case-scenario
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Dienstag, 6. Januar 2009
worum es geht: konsum
draußen vor der tür
vert, 21:41h
- die haben ja beide aufgehört zu rauchen...
- ist nicht wahr!?!
- doch ehrlich, die haben irgendwann ihre katze gelb gequarzt!
dann haben sie sie gewaschen und sie war wieder weiß.
dann haben sie aufgehört.
- ist nicht wahr!?!
- doch ehrlich, die haben irgendwann ihre katze gelb gequarzt!
dann haben sie sie gewaschen und sie war wieder weiß.
dann haben sie aufgehört.
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Freitag, 2. Januar 2009
worum es geht: konsum
silvesternachlese
vert, 11:56h
ich bin ein großer freund der städte, ich kann mir vorstellen dort zu leben und habe es auch schon längere zeit getan. obwohl ich deutlich anders sozialisiert bin.
eine sache bleibt mir fremd:
die öffentliche lustbarkeit rund um den jahreswechsel.
der ausnahmezustand.
der krieg.
schon öfters reiste ich anläßlich des jahreswechsels an ferne orte, besuchte freundinnen und freunde und hatte eine schöne zeit.
so auch diesmal.
gestählt durch vergangene schlachten suchte ich zielstrebig nach dem einzigen platz mitten im inferno, an dem es ein wenig friedlicher war - ich spreche nicht von einer oase der stille, lediglich wollte ich nicht abgeschossen werden. und auch nur einmal musste ich einem angetrunkenen, der schon vorher durch - sagen wir mal - ungeschicklichkeit auffiel, anbieten, ihn umgehend in der trave zu verklappen, falls er seine batterien jetzt hier direkt neben uns aufbauen wolle. er wollte nicht.

nachsilvesterliche schneedecke. nicht in der stadt.
welche bösen geister werden hier vertrieben? arbeiten die deutschen mal wieder diverse weltkriegstraumata auf? das würde zum beispiel erklären, warum in dresden jedes mal fast die stadt brennt und wir zum ersten mal ernsthaften personenschaden durch fremdeinwirkung zu beklagen hatten.
dresden calling.
auch in hamburg war seinerzeit krieg; das kann man nicht anders nennen, egal wie man es dreht oder auch wendet. das flakfeuer vom heiliggeistfeld kann seinerzeit nicht spektakulärer gewesen sein.
nett war dort allerdings, dass wir schon von weitem die elche hörten und sofort wusten: es mussten ungarn anwesend sein, die den jahreswechsel auf ihre weise begingen.
(weil ungarn ja immer überall sind.)
denn, felix hungaria!, dort ist privates feuerwerk verboten. es gibt öffentliches, schön vom ordnungsamt abgenommen und gut ist. die ungarn machen eben lärm - und zu diesem behufe haben sie vielerlei gerätschaften erfunden, deren prominenteste vertreterin wohl dieses exemplar ist:

ungarische silvestertroete: in die öffnung pusten und
damit alle verfügbaren membrane in erschütterung versetzen
mit der möglichkeit zur verlängerung ein infernalisches lärmgerät, dessen spätere verwendung auf heimischen demos angst und schrecken hervorruft. unter anderem in den eigenen reihen.
diesem ruf folgten wir und fanden inmitten von tausenden von menschen also tatsächlich zwei gutgelaunte ungarn mit schlagseite. immerhin hatten sie schon den letzten verflossenen unicum mit jägermeister substituiert.
aber sie hatten noch alle ihre gliedmaßen, gedachten sie auch zu behalten und - das wichtigste - trachteten eben ihren mitmenschen nicht nach dem leben.
und was da an geld verballert wird. ich denke gar nicht an "brot statt böller" - wenn sich die meisten leute wenigstens stattdessen selber mal vernünftiges essen kaufen würden.
und wie die stadt dann aussieht. und dann meckern, wenn der ganze rotz am dritten noch das stadtbild beeinträchtigt. (und jetzt bin ich also spießer? so denn, von mir aus.)
"das geld liegt auf der straße, man muss es nur aufheben".
ein spruch, den die liquidatoren der jeweiligen stadtwerke sicher gerne gehört haben am ersten ersten.
aber ach, was soll's, man kann sein geld auch sinnloser verballern:
"fonds statt böller" zum beispiel klingt wie eine echte drohung, da zucken die hände zurück und raffen lieber noch ein paar ladykracher vom wühltisch.
dann doch besser "böll statt böller":
eine sache bleibt mir fremd:
die öffentliche lustbarkeit rund um den jahreswechsel.
der ausnahmezustand.
der krieg.
schon öfters reiste ich anläßlich des jahreswechsels an ferne orte, besuchte freundinnen und freunde und hatte eine schöne zeit.
so auch diesmal.
gestählt durch vergangene schlachten suchte ich zielstrebig nach dem einzigen platz mitten im inferno, an dem es ein wenig friedlicher war - ich spreche nicht von einer oase der stille, lediglich wollte ich nicht abgeschossen werden. und auch nur einmal musste ich einem angetrunkenen, der schon vorher durch - sagen wir mal - ungeschicklichkeit auffiel, anbieten, ihn umgehend in der trave zu verklappen, falls er seine batterien jetzt hier direkt neben uns aufbauen wolle. er wollte nicht.

nachsilvesterliche schneedecke. nicht in der stadt.
welche bösen geister werden hier vertrieben? arbeiten die deutschen mal wieder diverse weltkriegstraumata auf? das würde zum beispiel erklären, warum in dresden jedes mal fast die stadt brennt und wir zum ersten mal ernsthaften personenschaden durch fremdeinwirkung zu beklagen hatten.
dresden calling.
auch in hamburg war seinerzeit krieg; das kann man nicht anders nennen, egal wie man es dreht oder auch wendet. das flakfeuer vom heiliggeistfeld kann seinerzeit nicht spektakulärer gewesen sein.
nett war dort allerdings, dass wir schon von weitem die elche hörten und sofort wusten: es mussten ungarn anwesend sein, die den jahreswechsel auf ihre weise begingen.
(weil ungarn ja immer überall sind.)
denn, felix hungaria!, dort ist privates feuerwerk verboten. es gibt öffentliches, schön vom ordnungsamt abgenommen und gut ist. die ungarn machen eben lärm - und zu diesem behufe haben sie vielerlei gerätschaften erfunden, deren prominenteste vertreterin wohl dieses exemplar ist:

ungarische silvestertroete: in die öffnung pusten und
damit alle verfügbaren membrane in erschütterung versetzen
mit der möglichkeit zur verlängerung ein infernalisches lärmgerät, dessen spätere verwendung auf heimischen demos angst und schrecken hervorruft. unter anderem in den eigenen reihen.
diesem ruf folgten wir und fanden inmitten von tausenden von menschen also tatsächlich zwei gutgelaunte ungarn mit schlagseite. immerhin hatten sie schon den letzten verflossenen unicum mit jägermeister substituiert.
aber sie hatten noch alle ihre gliedmaßen, gedachten sie auch zu behalten und - das wichtigste - trachteten eben ihren mitmenschen nicht nach dem leben.
und was da an geld verballert wird. ich denke gar nicht an "brot statt böller" - wenn sich die meisten leute wenigstens stattdessen selber mal vernünftiges essen kaufen würden.
und wie die stadt dann aussieht. und dann meckern, wenn der ganze rotz am dritten noch das stadtbild beeinträchtigt. (und jetzt bin ich also spießer? so denn, von mir aus.)
"das geld liegt auf der straße, man muss es nur aufheben".
ein spruch, den die liquidatoren der jeweiligen stadtwerke sicher gerne gehört haben am ersten ersten.
aber ach, was soll's, man kann sein geld auch sinnloser verballern:
"fonds statt böller" zum beispiel klingt wie eine echte drohung, da zucken die hände zurück und raffen lieber noch ein paar ladykracher vom wühltisch.
dann doch besser "böll statt böller":
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