Dienstag, 27. Dezember 2016
worum es geht: konsum

der rest vom fest
wünschen ist gefährlich, manchmal bekommt man das, was man wollte. ich mag jedoch den gedanken, wie satan sich so etwas ratlos umguckt bei dem seltenen gesuch, und dann das hundeähnlichste an den start bringt, was grade so an hadesfauna zu haben ist...
jetzt darf die putzige töle nur nicht schon pünktlich zu den osterferien auf dem autobahnparkplatz sitzen, dann wär wahrscheinlich die hölle los.



dementsprechend wünsche ich ihnen nach tagen der völlerei etwas entspannung, zum beispiel der magenwände. ich musste in diesem zusammenhang befürchten, dass mich meine lieben mit fett bepinseln und in die röhre schieben, war ich doch gefüllt mit köstlichkeiten. ich hatte keine ruhige minute!

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Donnerstag, 13. März 2014
worum es geht: konsum

tic toc
kein mensch ist eine insel, in sich selbst vollständig; jeder mensch ist teil eines uhrwerks, ein zahnrädchen mit unruhe; [...] und darum verlange nie zu wissen, wessen zeit abläuft und wessen stunde schlägt; sie schlägt dir. oder so ähnlich.

wo ich aufwuchs, gab es irgendwie keine uhren. das leben nach der großen mutter war so ziemlich meins.
nachdem ich seit jahrzehnten zu spät kam, die kommunionscasio zwölfmal verloren, wiedergefunden und dann doch verbummelt hatte, der großelterlichen taktik mich in dieser hinsicht mit "was gutem" mores zu lehren durch eine letztlich leere batterie entfloh (wie lange die wohl beim uhrmacher im regal gelegen haben mag?), kam ende der neunziger irgendwann die mobiltelefonie. und, oh schreck, da war immer eine uhr dabei, digital und gnadenlos - jetzt wusste ich zumindest immer ziemlich genau, wieviel ich immer zu spät kam, planschte aber weiterhin fröhlich wie ein welpe in einem meer aus zeit (wellen ausbellen nicht vergessen!). das einzige, was mich damals wirklich beschäftigte, war die frage, warum geräte, die ständig rumfunkten und offensichtlich daten übertrugen, sich nicht stündlich mal ein update zu einer aktuellen uhrzeit holen konnten - mit der anzeige von mobilfunknetzen klappte das ja offensichtlich auch. so stellte ich also missmutig zweimal im jahr von winterzeit auf sommerzeit und zurück. und schon zehn jahre später hatte man das tatsächlich erfunden, toll!

nun begab es sich aber, dass mir offensichtlich etwas fehlte. zusammen mit der tatsache, dass ich anscheinend über nacht vermögend geworden war, wurde ich leichtsinnig und schürfte mal hier und mal da. und da war es neulich dann soweit.



dürfte ungefähr 37 vierzig jahre alt sein, ist offensichtlich noch ganz dicht (der anker dreht fluffig durch) und macht alles automatisch, ganz ohne digital oder funk. das aber nahezu geräuschlos. nachdem mir neulich menschen erzählten, dass sie vom metallischen ticken ihrer quatschquartzswatch aufwachen, darf man das nicht gering schätzen. nur nachts, wenn man quasi draufliegt, hört man das gelöt hyperventilierend tempus-fugit-tickern.

jetzt musste ich nur noch ein extralanges armband kaufen, wegen der breiten handknöchel. aber das ist eine andere geschichte, auf die man sicher noch zu sprechen kommen wird;-)

apropos funk. weiter mit musik

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Donnerstag, 19. September 2013
worum es geht: konsum

catcontent!


guten morgen.

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Samstag, 24. August 2013
worum es geht: konsum

gebrandetes kind


ist aber schon auch albern jetzt mal!

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Dienstag, 6. August 2013
worum es geht: konsum

sommerloch
bei der ganzen hysteriker*innen-propaganda um imaginierte burgerrechte geht's meist schon nach wenigen worten nicht mehr um kantinenfleisch und das mittägliche schnitzelkoma.
dabei liegt der newsgehalt folgenden satzes "Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein 'Veggie Day' sollen zum Standard werden" ziemlich bei null, entstammt er doch dem brandheißen wahlprogramm der grünen von vor drei monaten, das bisher bekanntermaßen ausschließlich als bückware in veganen verschwörer*innenkreisen gehandelt wurde.

die alten radikalökologen unter peter altmeier sind da schon weiter. in geheimen weltunterjochungsphantasien vom oktober bereits letzten jahres empfiehlt eine der revolutionärsten und auch schon in der vergangenheit erfolgreichsten unterdrückungsmaschinerien, nämlich das christdemokratisch geführte umweltbundesamt in einem sinistren untergrundpamphlet, dass die bundesregierung u.a.:
• national eine Vorreiterrolle bei der Transformation des Konsum- und Ernährungssystems einnimmt. Ziele sind hier der nachhaltige, verantwortungsvolle Konsum, eine Reduzierung des Fleischverbrauchs sowie eine Verminderung der Nahrungsmittelverschwendung. Eine ökologische, klimagerechte Ernährung soll durch ökonomische und steuerliche Instrumente privilegiert werden, dies bedeutet, dass für umwelt- und klimaschädliche Produkte und Verfahren die Mehrwertsteuer erhöht oder entsprechende Steuern erhoben werden sollten. Flankiert werden sollten diese Maßnahmen durch Bildungs- und Beratungsmaßnahmen zur Förderung des nachhaltigen Konsumverhaltens sowie Maßnahmen zur Stärkung des Absatzes von Bioprodukten und fleischreduzierter Speisepläne in öffentlichen Einrichtungen
da brat mir doch einer einen storch! die arglose bevölkerung soll schamlos um seinen letzten rettungsring gebracht werden! aber schon kohl hatte ja zu seinem amtsantritt gesagt, man müsse den gürtel enger schnallen - man hätte es also wissen können.
das läuft dann wohl auf eine große koalition hinaus und nur die currywurst-spd wird uns erretten (sollte sie noch dem wurst-case-scenario entrinnen)!

solange größerere teile der hiesigen bevölkerung einen veggie-day in der betriebskantine mehr fürchten als den überwachungstaat, bekommen wir auch dieses sommerloch zuverlässig zubetoniert.

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Mittwoch, 27. Februar 2013
worum es geht: konsum

tier
*krchrk!*

hallo? ja? können sie mich gut hören?

schön. dann mal aufgemerkt:
ob da jetzt pferd in dieser industriescheiße drin ist, die sich alle quadrillionenkubikmetermäßig in den brägen schaufeln - IST MIR TOTAL EGAL!

das ist genau genommen eigentlich eine ganz charmante abwechslung zu all dem anderen wirklichen scheiß davor! gammelfleisch! antibiotika! das war doch schließlich auch nicht schön und tatsächlich mal gesundheitsschädigend.

es wird jetzt wirklich mal zeit, dass man dafür ein eigenes ministerium schafft und nicht mehr die zaubereiministerin zuständig ist.

das wirkliche theater geht ja sowieso erst los, wenn sie irgendwann feststellen, dass in fleisch tier drin ist.

vielen dank für ihre aufmerksamkeit!


*krchrk!*


ein beitrag zum thema wurst-case-scenario


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Donnerstag, 23. Dezember 2010
worum es geht: konsum

ach du schande!


wer konnte das ahnen?!

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Sonntag, 7. März 2010
worum es geht: konsum

das ganz große bäuerchen
hier stimmt einfach alles!

danke, oh nahrungsmitteldesigner und -vermarkter!
ein ganz großer wurf, tiefe verneigung!



und schon wieder mag man sich vor lauter ehrerbietung nur auf knien nähern!

wer kommt auf so einen murks?
(achso naja. steht ja drauf.)

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Samstag, 23. Januar 2010
worum es geht: konsum

fußball und nationale identität in europa
da ein lieber freund ganz offenbar zu viel freizeit hat und also nebenbei noch hübsche bücher schreibt und rausgibt, müssen sie alle - jetzt wo das buch schon mal da ist - das auch gefälligst kaufen:

"Ein Spiel dauert 90 Minuten. Meistens jedenfalls. In seiner diskursiven Verlängerung kann ein Fußballspiel noch über Jahrzehnte nachwirken. Als Objekt der Kulturproduktion wird es hier als Friedensstifter, dort als Kriegsauslöser, hier als Separationsinstrument, dort als Gründungsmythos eines ganzen Volkes gedeutet.
In jedem Fall findet auch der globalisierte Fußballsport weiterhin in einer nationalen Hülle statt. In neun Einzelfallstudien, von Schottland über Katalonien bis Österreich, werden in diesem Band sozialwissenschaftliche Antworten auf die Frage gesucht, welche Identifikationsmöglichkeiten ein im Prinzip antinationales Spiel der Nation bereitstellt."

so sieht's doch mal aus.

nette leute, die diesen artikel gekauft haben, kauften auch den anderen

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Donnerstag, 3. Dezember 2009
worum es geht: konsum

durch/zug: entzug
der mann schlenkert eine tragbare beschallungsanlage, die frau zieht einen großen trolleykoffer; in ihrer linken hand baumelt eine transparente tüte mit zwei grünen flachmännern und einer schachtel marlboro. sie hat ihr bier gerade weggestellt, er hat seins noch.
es ist zehn uhr morgens.

ich gehe weiter und wandere hin und her, wir drei sind alleine auf dem gleisabschnitt. die beiden sprechen etwas zu laut miteinander, die frau ist aufgewühlt und hat eine grüne flasche angesetzt.
gleich kommt die bahn, fahren sie zur alki-szene am bahnhof? dort habe ich zumindest sie schon einmal gesehen, sie trägt auch heute die auffällige jacke - und so viele frauen sind dort nun mal nicht.

sie redet auf ihn ein und er wehrt ihre aufregung mit schwerer zunge ab. "natürlich tust du das für dich"
sie hat sein gesicht in ihren händen und ein schmerz steht in ihrem gesicht, in dem sich auch schon vorher einige harte zeiten abgebildet haben.

sie steigen nicht am bahnhof aus. nicht heute. der koffer ist für eine andere reise.
sie fährt in den entzug und weiß: wenn es klappt, kommt sie nicht zurück. nicht zu ihm. das versucht sie ihm gerade zu sagen.
langsam und bedächtig nimmt er ihre hand und versteht nicht.
"ich will nicht mehr darüber reden und viele worte machen. hinterher falle ich nur wieder auf den arsch. bin ich letztes mal auch." ältere herrschaften drehen sich empört bis verstört um, der halbe wagen riecht nach hochprozentigem. sie will nicht reden und spricht doch panisch und ausdauernd. alkoholverlangsamt versucht er schritt zu halten und scheitert.

ich sehe ihren blick. sie hat angst.


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dies ist ein update von *plöng*
und
ein beitrag aus der serie durch/zug


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