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Samstag, 1. Januar 2011
worum es geht: machenundtun
boldog új évet...
vert, 23:45h
...wie wir madjarophilen so sagen.
ich wünsche ihnen und euch und ganz besonders dir ein tipptopp neues 2011.
anstrengend war's, das letzte jahr. ich hatte meine ganz private agenda 2010 abzuarbeiten und hab's natürlich bis zur letzten minute ausgekostet.
aber was soll man machen, wenn ständig die halbe blogger-community bei einem im garten rumhängt und einen von der arbeit abhält. schlimm. da muss man sich nicht mal eine gehirnerschütterung zuziehen, um zu nix zu kommen!
wenn es sich irgendwie einrichten lässt, machen wir das wieder. (also nicht die sache mit der rübe.)
iah!
naja, mal gucken was jetzt so kommt. was auch immer, wir haben ein jahr dafür zeit.
ich wünsche ihnen und euch und ganz besonders dir ein tipptopp neues 2011.
anstrengend war's, das letzte jahr. ich hatte meine ganz private agenda 2010 abzuarbeiten und hab's natürlich bis zur letzten minute ausgekostet.
aber was soll man machen, wenn ständig die halbe blogger-community bei einem im garten rumhängt und einen von der arbeit abhält. schlimm. da muss man sich nicht mal eine gehirnerschütterung zuziehen, um zu nix zu kommen!
wenn es sich irgendwie einrichten lässt, machen wir das wieder. (also nicht die sache mit der rübe.)
iah!
naja, mal gucken was jetzt so kommt. was auch immer, wir haben ein jahr dafür zeit.
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Samstag, 25. Dezember 2010
worum es geht: polit
boldog karácsonyt!
vert, 16:43h
es ist wirklich furchtbar, das alles. ich habe das jahrelang falsch eingeschätzt und als nationalromantik abgetan; doch das aufkommen der paramilitärischen "magyar gárda" als quasi bewaffnetem arm der faschistischen jobbik, der unverhohlene hass auf cigányok und schlussendlich alle, die sich einer "Nationalen Zusammenarbeit" [pdf] nicht unterwerfen... und schließlich die letzten wahlergebnisse haben mich ganz bös eines besseren belehrt.
in ungarn, das zum ersten januar nächsten jahres (also nächste woche) die eu-ratspräsidentschaft übernimmt, sieht es politisch gerade ganz übel aus: die mit gut 68% regierenden nationalpopulisten des fidész krempeln mit ihrer zweidrittelmehrheit das land gründlich um, und zwar in einen faschistischen operettenstaat mit volkskörpermythos und allem, was so dazu gehört.
wenn man weiß, dass diese partei mal als "junge liberale" angefangen hat, dann kann man über eine lediglich marktreligiöse westerwave-fdp geradezu dankbar sein.
zu den 68% kommt noch der 12%-mob an faschistInnen des jobbik. die übrigen 20% prozent teilen sich die seinerzeit zweifelhaft ruhmreiche mszp (magyar szocialista párt) und die neuen grünalternativen von der lmp...
die jüngere der zwei deutschsprachigen budapester zeitungen ist schon auf kurs; der traditionsreiche pester lloyd hingegen hat nach einer - für mich sehr schmerzhaften - ausschließlich wirtschaftsliberalen phase wieder zu alter form zurückgefunden. allein - was nutzt es?
gegen die in jeder hinsicht brutale übermacht bedeutet politische oppositionsarbeit mehr als ausdauer und beharrlichkeit, mittlerweile kommt dort auch mut dazu. (und wir sind immer noch in ungarn, nicht in weißrussland)
mut, für minderheiten einzutreten, die qua hegemonialer definition niemals teil eines ungarischen "volkskörpers" werden können, weil sie sichtbar nicht dazu gehören und damit unungarisch sind.
dass sich schwulenhasser und antisemiten einem "marsch auf budapest" gerne anschließen, muss ja wohl nicht extra betont werden, oder?
ob ich weiterhin dort in den urlaub fahren werde? ich glaube: lieber erstmal nicht. in ein land, wo meine schwulen oder lesbischen oder dunkelhäutigen freundInnen von einer mehrheitsbevölkerung aufrichtig gehasst werden, muss ich mein geld nicht tragen.
ungarn, wie ich es kannte (oder kennen wollte), tritt sich grad selbst die beine weg. es bleibt: "ungarn".
örks.
na dann mal frohe weihnachten und weiter mit musik (ab minute 1:50 - auftritt des prototypisch sympathischen fidesz/jobbik-wählers):
hier mehr zu den interpreten des eher mediokren machwerks, aber es passt ja doch ganz gut in die zeit.
in ungarn, das zum ersten januar nächsten jahres (also nächste woche) die eu-ratspräsidentschaft übernimmt, sieht es politisch gerade ganz übel aus: die mit gut 68% regierenden nationalpopulisten des fidész krempeln mit ihrer zweidrittelmehrheit das land gründlich um, und zwar in einen faschistischen operettenstaat mit volkskörpermythos und allem, was so dazu gehört.
wenn man weiß, dass diese partei mal als "junge liberale" angefangen hat, dann kann man über eine lediglich marktreligiöse westerwave-fdp geradezu dankbar sein.
zu den 68% kommt noch der 12%-mob an faschistInnen des jobbik. die übrigen 20% prozent teilen sich die seinerzeit zweifelhaft ruhmreiche mszp (magyar szocialista párt) und die neuen grünalternativen von der lmp...
"paprika und puszta sind wie zwei geschwusta"
jüngst - im kontinentalen winter zur weihnachtszeit ist gut gesetze verabschieden! - ist die pressefreiheit eingeschränkt worden. endlich ein adäquates instrumentarium, um der immer noch vorhandenen unungarischen umtriebe herr zu werden!die jüngere der zwei deutschsprachigen budapester zeitungen ist schon auf kurs; der traditionsreiche pester lloyd hingegen hat nach einer - für mich sehr schmerzhaften - ausschließlich wirtschaftsliberalen phase wieder zu alter form zurückgefunden. allein - was nutzt es?
gegen die in jeder hinsicht brutale übermacht bedeutet politische oppositionsarbeit mehr als ausdauer und beharrlichkeit, mittlerweile kommt dort auch mut dazu. (und wir sind immer noch in ungarn, nicht in weißrussland)
mut, für minderheiten einzutreten, die qua hegemonialer definition niemals teil eines ungarischen "volkskörpers" werden können, weil sie sichtbar nicht dazu gehören und damit unungarisch sind.
spätestens seit der randale von 06 ist es völlig aus den ruder gelaufenschrieb ich letztes jahr anderswo.
um die mszp war es auch schon vorher geschehen. ironischerweise trat sie damals mit dem claim “új magyarország” (neues ungarn) an. die roma in ungarn wurden aber schon vor 89 versucht als “neu-ungarn” (újmagyarok”) national zu assimilieren. wie gut das wiederum funktioniert hat, kann man sich ja vorstellen.
da scheint jobbik und magyar gárda nur die logische konsequenz zu sein in einer gesellschaft, die irgendwie halt und verstand verloren hat. (wenn man nur mal überlegt, was aus dem fidesz geworden ist)
(und jetzt sag mir keiner, das könne man so nicht sagen. wir warten mal gemeinsam auf die nächsten wahlergebnisse. und dann habe ich verdammt gerne unrecht.)
dass sich schwulenhasser und antisemiten einem "marsch auf budapest" gerne anschließen, muss ja wohl nicht extra betont werden, oder?
ungern unter ungarn
wenn ich heute ungarn treffe, bin ich misstrauisch wie auf einer studiparty in marburg: die wahrscheinlichkeit, dort aus versehen mit einem verbinder zu zechen ist erstaunlich hoch. und die wahrscheinlichkeit, dass mein ungarisches gegenüber diese menschenverachtende ideologie (also jenseits des dann doch überaschenderweise allseits beliebten kapitalismus) unterstützt, liegt sogar bei gut zwei dritteln.ob ich weiterhin dort in den urlaub fahren werde? ich glaube: lieber erstmal nicht. in ein land, wo meine schwulen oder lesbischen oder dunkelhäutigen freundInnen von einer mehrheitsbevölkerung aufrichtig gehasst werden, muss ich mein geld nicht tragen.
ungarn, wie ich es kannte (oder kennen wollte), tritt sich grad selbst die beine weg. es bleibt: "ungarn".
örks.
na dann mal frohe weihnachten und weiter mit musik (ab minute 1:50 - auftritt des prototypisch sympathischen fidesz/jobbik-wählers):
hier mehr zu den interpreten des eher mediokren machwerks, aber es passt ja doch ganz gut in die zeit.
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Donnerstag, 23. Dezember 2010
worum es geht: konsum
ach du schande!
vert, 18:30h

wer konnte das ahnen?!
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Montag, 20. Dezember 2010
worum es geht: stadtlandfluss
wo_bin_ich? [3]
vert, 23:36h
und da ist er wieder, der unfassbare ratespaß bei "vert, das lustige mitmachblog"
heute wieder mit einer folge unserer beliebten serie "wo_bin_ich?"
und schon kann es losgehen:

keine x-beliebige stadtmöblierung, sondern bekannt aus funk und fernsehen.
wer's sofort erkennt, darf genau das sagen, muss aber mal bis morgen abend die klappe halten. (ich muss das dann glauben, verspreche aber dies auch zu tun.)
[wo waren wir nochmal neulich? achja.]
die kommentare sind geöffnet:
heute wieder mit einer folge unserer beliebten serie "wo_bin_ich?"
und schon kann es losgehen:

keine x-beliebige stadtmöblierung, sondern bekannt aus funk und fernsehen.
wer's sofort erkennt, darf genau das sagen, muss aber mal bis morgen abend die klappe halten. (ich muss das dann glauben, verspreche aber dies auch zu tun.)
[wo waren wir nochmal neulich? achja.]
die kommentare sind geöffnet:
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Donnerstag, 9. Dezember 2010
worum es geht: musik
hip/hop: böser bub [die antwoord/za]
vert, 20:37h
etwas liegengeblieben während arbeitssamer wochen und monate ist meine begeisterung für das (white-)trash-pop-projekt die antwoord. daher reiche ich mal hier - unter anderem auch zu expliziten bespaßung von gendertroubl - das für mitteleuropäerInnen etwas irritierende (mittlerweile nicht mehr ganz) aktuelle machwerk nach: evil boy.
[offensichtlich passt das sehr gut zu mir, da man mich gezielt darauf aufmerksam machte, ohne überhaupt zu realisieren, dass es sich dabei um "die antwoord" handelte;-]
optisch eine verstörende augenweide, inhaltlich... ja, um was geht es denn da eigentlich?
-> [edit: ersatzvideolink] <-
bevor wir jetzt wegen des untertitelten mittelteils alle "homophobie" schreien, nehmen wir bitte mit unserem us-eurozentristischen weltbild zur kenntnis: es geht unter anderem um männliche genitalverstümmelung bei xhosa-initiationsriten. wer wäre drauf gekommen? ich auf jeden fall nicht von alleine - da muss man sich auch mal helfen lassen...
also nix mit gaybashing, eher das gegenteil ist der fall.
natürlich hat die band ganz offenbar einen heidenspaß daran, mit all den prengeln zu posen und benutzt die liebevoll aufbereitete südafrikanische sage vom tokoloshe* für ein, nunja, penisgeschwängertes husarenstück von video.
gerade dieses professionell gemachte video hätte wahrscheinlich der internationale durchbruch werden sollen, stattdessen orakeln die erben des punk fröhlich mit südafrikanischen mythen und popkulturellen ausbrechern wie "district 9" - und treten mit im mainstream unverkäuflicher phallusoptik allen verwertbarkeitslogikern auf die füße. super!
etwas enttäuschend finde ich in diesem zusammenhang die aktuelle rezeption des antwoord-phänomens in der chef-schwurbel-postille des deutschen popdiskurses: die spex gondelt etwas hilflos zwischen unpassenden vergleichen, unpassenden einordnungen und nichtverstehenkönnen.
klar kann man die antwoord mit m.i.a. vergleichen: der vater der sängerin war tamilischer rebell - und die eltern der antwoord-protagonistInnen möglicherweise in der white-power-bewegung - aber ob das nicht vielleicht doch eher quatsch ist? terrorismus als treibende kraft und schließlich kommen sie beide nicht aus europa. aua.
und dann kommen die aus südafrika und wollen nichtmal über apartheid reden. frech, also wirklich.
um es mal vorsichtig zu sagen: das könnt ihr normalerweise besser, da in eurem bekloppten blatt (möge es noch lange bestand haben).
ich hab auf jeden fall viel freude mit dieser antwoord auf fragen, die hier in westeuropa bisher niemand gestellt hat. mal schauen, was da noch so kommt.
* ich weiß, ich weiß, es gibt hier schon wieder viel zu viele links in alle welt, aber diese mockumentary über den südafrikanischen golem und wie er in die welt kommt müssen sie gesehen haben; das sind sehr unterhaltsame und soziokulturell wertvolle zwölf minuten. vielen dank.
dies ist ein update zu "over&out? new era!"
und
ein beitrag aus der serie hip/hop/rap
und
ein beitrag aus der kurzserie met afrikaans deur die jaar ;-)
[offensichtlich passt das sehr gut zu mir, da man mich gezielt darauf aufmerksam machte, ohne überhaupt zu realisieren, dass es sich dabei um "die antwoord" handelte;-]
optisch eine verstörende augenweide, inhaltlich... ja, um was geht es denn da eigentlich?
bevor wir jetzt wegen des untertitelten mittelteils alle "homophobie" schreien, nehmen wir bitte mit unserem us-eurozentristischen weltbild zur kenntnis: es geht unter anderem um männliche genitalverstümmelung bei xhosa-initiationsriten. wer wäre drauf gekommen? ich auf jeden fall nicht von alleine - da muss man sich auch mal helfen lassen...
also nix mit gaybashing, eher das gegenteil ist der fall.
natürlich hat die band ganz offenbar einen heidenspaß daran, mit all den prengeln zu posen und benutzt die liebevoll aufbereitete südafrikanische sage vom tokoloshe* für ein, nunja, penisgeschwängertes husarenstück von video.
gerade dieses professionell gemachte video hätte wahrscheinlich der internationale durchbruch werden sollen, stattdessen orakeln die erben des punk fröhlich mit südafrikanischen mythen und popkulturellen ausbrechern wie "district 9" - und treten mit im mainstream unverkäuflicher phallusoptik allen verwertbarkeitslogikern auf die füße. super!
etwas enttäuschend finde ich in diesem zusammenhang die aktuelle rezeption des antwoord-phänomens in der chef-schwurbel-postille des deutschen popdiskurses: die spex gondelt etwas hilflos zwischen unpassenden vergleichen, unpassenden einordnungen und nichtverstehenkönnen.
klar kann man die antwoord mit m.i.a. vergleichen: der vater der sängerin war tamilischer rebell - und die eltern der antwoord-protagonistInnen möglicherweise in der white-power-bewegung - aber ob das nicht vielleicht doch eher quatsch ist? terrorismus als treibende kraft und schließlich kommen sie beide nicht aus europa. aua.
und dann kommen die aus südafrika und wollen nichtmal über apartheid reden. frech, also wirklich.
um es mal vorsichtig zu sagen: das könnt ihr normalerweise besser, da in eurem bekloppten blatt (möge es noch lange bestand haben).
ich hab auf jeden fall viel freude mit dieser antwoord auf fragen, die hier in westeuropa bisher niemand gestellt hat. mal schauen, was da noch so kommt.
* ich weiß, ich weiß, es gibt hier schon wieder viel zu viele links in alle welt, aber diese mockumentary über den südafrikanischen golem und wie er in die welt kommt müssen sie gesehen haben; das sind sehr unterhaltsame und soziokulturell wertvolle zwölf minuten. vielen dank.
dies ist ein update zu "over&out? new era!"
und
ein beitrag aus der serie hip/hop/rap
und
ein beitrag aus der kurzserie met afrikaans deur die jaar ;-)
... link (12 Kommentare) 3204x ... comment
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