Sonntag, 23. Dezember 2012
worum es geht: kommunikation

first world problems
nachdem die ruhmreiche baubrigade des landkreises nach über einem jahr mit der straßenreparatur fertig ist, hat sie ganz zum schluss vor zwei tagen noch das straßenschild wieder neu aufgestellt.
und dabei säuberlich die oberhalb der straße befindlichen sieben häuser gründlich von der last eines telefon- und internetanschlusses befreit. und vor weihnachten passiert da wohl nichts.
da fragen sie sich jetzt natürlich: wie macht er das nur, dass er jetzt trotzdem hier wieder diese klowand besudelt? die lösung ist ganz einfach: als stolzer besitzer eines der ersten telefonino-modelle mit eingebauter hotspot-funktion, findet sich auch auf dem platten land ein weg in die große weite welt.

keine lösung aber ist das für online-überweisungen, wenn genau dieser kanal aus sicherheitsgründen gesperrt ist, da die sms-tan nicht auf das gleiche endgerät versandt werden, über das auch die transaktion getätigt wird. und wlan über dsl ist ja grade nicht.
was denken sie: wie lange braucht jemand, der daran gewöhnt ist, seine bankangelegenheiten von irgendwelchen rechnern und wlan-zugängen zwischen berlin und freiburg zu regeln, um auf die idee zu kommen, einfach mal zum lokalen bankschalter der lokalen bank zu fahren und seine überweisungen in den automaten zu hacken?

aber das hat tradition bei mir. schon ende der neunziger habe ich mich in das kollektive gedächtnis einer ganzen bürobesatzung gebrannt, als ich während eines telefon- und internetausfalls im bergwerk wutenbrannt und rumpelstilzchenesk die telefonnummern-cd (die älteren von ihnen werden sich noch erinnern: eine! cd mit allen! telefonnummern der bundesrepublik! mit rückwärtssuche!) suchte, die irgendjemand verschlört hatte.
internet platt, 11833 not available, cd weg - das war zuviel!
nach einer halben stunde wies mich eine liebe freundin und kollegin mit lachtränen darauf hin, dass es da diese gelben bücher gebe, welche....
hmpf.
pata-pata-time!

mit umts wär das ja nicht passiert.

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Sonntag, 10. Juni 2012
worum es geht: kommunikation

"Für Freih des Pla atieren"


- "oh, wird das hier auf dauer abgenommen?"



- "da kommt jetz kunst hin!"




ist ja auch viel ästhetischer



wieder eine gestaltungsfläche weniger.

abschied vom bergwerk, schon vor zwei jahren...

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Donnerstag, 26. April 2012
worum es geht: kommunikation

Volle Kraft voraus
der nordrhein-westfälische wahlkampf in schleswig-holstein trägt offenbar seltsame blüten!



immerhin nicht "vermöbel kraft!"

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Freitag, 20. April 2012
worum es geht: kommunikation

führers geburtstag...
...wolle er jetzt feiern gehen, sagte der freund.

er hatte schon immer einen sehr eigenen humor:
den geburtstag seiner mutter werde ich jetzt wohl nicht mehr vergessen.

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Sonntag, 15. April 2012
worum es geht: kommunikation

frieda und anneliese IRL
kennen sie noch?
müssen sie auch nicht.
sollten sie aber.
zumindest, wenn sie im autochthon bäuerlich niedersächsischen kreise zum kaffee geladen sind.

"...und als dann der kadaverwagen die ehrenpforte bei hillebrandts bernhard mitgenommen hat, war die party natürlich gelaufen!"

echt wahr.
ich lieg am boden.

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Montag, 21. November 2011
worum es geht: kommunikation

nicht machen:
mit veganer*innen fruchtlose debatten führen.

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Freitag, 26. August 2011
worum es geht: kommunikation

im mors
wenn man irgendwann "popos" statt "topos" schreibt.
kurz darauf gefolgt von "rechtspopolistisch".
muss man eine pause machen!!!
sonst bekommt der text nicht ansatzweise den gewünschten seriösen anstrich.

wäre der richtige plural doch auch "popoi". also vielleicht.

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Dienstag, 16. August 2011
worum es geht: kommunikation

wettervorhersage

treppenhausfund

und versprochen ist versprochen.

damit wäre das schon mal geklärt.

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Donnerstag, 21. Juli 2011
worum es geht: kommunikation

der klospruch der gesellschaft
wenn blogs die klowände des internets sind - sind dann klowände die blogs der realwelt?

hier im bergwerk war es lange zeit üblich, die toiletten als ort der kommunikation zu benutzen. das innerste (obenrum) fand hier seinen ausdruck in zahlreichen kritzeleien und sprüchen, die widerum dringend von irre wortwitzigen stiftbesitzern kommentiert werden mussten.

während in der frauentoilette - zur großen scham der mir berichtenden frauen - vorwiegend ratgeberkommunikation zur aktuellen gemütslage vorherrschte, entstand auf der herrentoilette neben viel scheiß auch die ein oder andere perle aus dem spätspontimilieu.

# "Werdet Vegan!" -> "Fresst Steine!"

# "Schwertwale zu Flughörnchen!"

# "Realität ist nur was für Leute, die mit Drogen nicht klarkommen"

# "Internet kills the Videostar" -> "Holodeck kills the Internetstar!"


# limerick gefällig?
es war mal ein Studi aus Dissen
der glaubte, nie jobben zu müssen
doch die Politik
drehte ihm einen Strick
jetzt steht er am Fließband bei Thyssen.


u.v.m....

ein kleines highlight habe ich mir mal selbst erlaubt, als ich einen kongress einer parteilichen jugendorganisation organisierte und mir die anspruchshaltung der teilnehmenden zusehends auf die gonaden ging.
es war quasi ein test ihrer vitalfunktion.



tatsächlich kamen einige an und beschwerten sich. ("voll krass!";-).
das obige exemplar hab ich vergessen abzuhängen und es ward mir nach vier wochen angeliefert und die damen hatten sich dort bereits verewigt: "Mist, dann kann ich gar nicht mehr ins Waschbecken pinkeln!" und "Wo soll ich jetzt Sex machen?" waren hübsche dreingaben...

derlei kultur ist ein bisschen in vergessenheit geraten oder verschwindet langsam aber sicher in den renovierungsmaßnahmen für etwaige exzellenzcluster. die neuen toiletten mit lichtkonzept und extrabeschichteten wänden taugen wohl einfach nicht dazu; sogar die klappen werden weniger. (aber wie aus einschlägigen quellen zu erfahren ist, hat sich die sexuelle praxis mit der erfindung des schwulen einwohnermeldeamts im netz sowieso stark verändert. zum teil werden die klappen nur noch dafür gebraucht, die live bei gayromeo zeitgenau verabredeten dates dort ...abzuarbeiten)

aber neulich! da wurde ein nahezu finaler meilenstein der klokommunikation entdeckt, auf einer toilettenanlage, die ich seit wahrscheinlich zehn jahren nicht mehr betreten hatte. der protest gegen die weißen wände hatte ein neues abstraktionsniveau mit hoher funktionaler verdichtung erreicht, habituelle auflehnung wurde künstlerische äußerung. hier hatte jemand nur für mich etwas an die wand geworfen, viele andere dürften das wohl gar nicht mehr verstehen: mit tränen in den augen stammelte ich hinterher etwas hyperventilierend jedem, der's wissen wollte oder auch nicht ins stammbuch:

"Holodeck zu Schwertwalen!"



und jetzt kommst du, niklas l.!

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Freitag, 3. Juni 2011
worum es geht: kommunikation

androtag
heute in thüringen zweimal den begriff "maennertag" gehört. Grundsätzlich gefaellt mir die entkoppelung von der idee der vaterschaft wie im westdeutschen "vatertag" - an der sozialen praxis ändert sich damit wohl weder etwas in west noch ost. Die wohl gebraeuchlichere variante "herrentag" ist noch näher am herrengedeck und erfasst damit wohl am ehesten die essenz des spektakels...

anthrotag waer mir lieber. Und das dann bitte jeden tag.

hab ich jetzt wirklich grad im halbkoma "ploetzlich prinzessin" gesehen? Oh mann. Ich muss wohl dringend schlafen!

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